Von Bürgern die Auszogen um Bauern zu werden

Ackerbürger in der mittelalterlichen Stadt

Die mittelalterliche Gesellschaft war klar gegliedert; die Bauern lebten auf dem Land und versorgten die Bevölkerung mit Nahrung, die Stadtbewohner waren Handwerker und Kaufleute und trieben Handel mit allen möglichen Produkten und Gütern.

In den Städten kamen ab dem 13. Jahrhundert vermehrt die Zünfte auf; hier wurde in der Metallverarbeitung, der Textilherstellung oder dem Bauhandwerk und vielen weiteren Berufsgruppen gearbeitet. Ebenso zu nennen sind hier Händler, Knechte, Schreiber, Gelehrte oder Verwaltungskräfte. Aber Bauern? – Die passen nicht in das oft vermittelte Bild der Stadtbevölkerung. Bauern kamen von außerhalb, eben „vom Land“ in die Stadt, um ihre Nahrungsmittel auf den Märkten anzubieten und sich somit einen Gewinn zu erwirtschaften. Aber war es wirklich immer so?

*Dieser Beitrag enthält unbezahlte & unverbindliche Werbung*

Weiterlesen

Reine Kopfsache – Alles rund um unsere Kopfbedeckungen

Zum Abschluss unserer Headdress Appreciation Week auf Facebook gibt es heute einen Blogpost mit allen gezeigten Kopfbedeckungen, ihren Vorbildern sowie den am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema Schleier, Hauben und co.

Die hier gezeigten Beispiele sind nur einige Kopfbedeckungen für das späte 13. Jahrhundert und sind keine vollständige Darstellung aller Möglichkeiten.

*Dieser Beitrag enthält unbezahlte & unverbindliche Werbung*

Weiterlesen

Mythos Mittelalter – Von Prostituierten und gelben Kleidern

Trugen Prostituierte im Mittelalter gelbe Kleider?

In letzter Zeit wurden wir häufig darauf angesprochen, wie es denn sein kann, dass „brave Bürgerinnen“ wie wir es sind, in einem gelben Kleid auftreten.
(-> Nur für den Fall, dass ihr es nicht mitbekommen habt: Seit Jahren oder vermutlich Jahrzehnten wird vor allem in der Mittelalter(markt)szene, aber auch in den Medien oder gar in der Literatur immer wieder der Mythos vom „gelben Kleid“ erzählt. Diesem Mythos nach trugen im Mittelalter alle Prostituierten gelbe Kleider, weil es das Gesetz aus Gründen der Kenntlichmachung so verlangte.) In diesem Blogpost erklären wir euch die Entstehung und Hintergründe dieses Mythos und erklären, welche Farben und Kleidungsstücke wirklich von Prostituierten getragen wurden.

*Dieser Beitrag enthält unbezahlte & unverbindliche Werbung*

Weiterlesen

Einstieg leicht gemacht – Teil 5: Fehler, die man vermeiden sollte

Der Einstieg in eine historische Darstellung kann zuweilen verwirrend, schwer und unerreichbar scheinen. Das ist in Bezug auf manche Aspekte verständlich, aber eigentlich nicht nötig, denn – wir werden niemals müde, es zu betonen – mit Fleiß, Hingabe und Spaß am Hobby kann jeder eine gute historische Darstellung aufbauen. Nachdem wir uns auf diese spannenden Reise begeben haben, fallen uns bei anderen Einsteigern immer wieder Denkfehler auf, von denen auch wir in der Vergangenheit den ein oder anderen begangen haben. Damit euch diese Erfahrung und das damit verbundene Lehrgeld erspart bleiben, wollen wir sie euch heute zeigen und erklären, warum sie unbedingt zu vermeiden sind.

*Dieser Beitrag enthält unbezahlte & unverbindliche Werbung*

Weiterlesen

Ich hab‘ den Dreh raus – Über das mittelalterliche Spinnen

Als ich vor circa zwei Jahren die Idee bekam eine historische Darstellung aufzubauen, wollte ich mir natürlich auch ein Handwerk aussuchen, das ich vor Besuchern zeigen kann. Da ich schon häufig andere Spinnerinnen gesehen hatte, kam ich auf die Idee, dies auch einmal zu versuchen.

Leider hatte ich zu Beginn keine Ahnung, dass es einen Unterschied zwischen dem historischen und dem modernen Spinnen gibt und so dauerte es eine ganze Weile, bis ich endlich raushatte, wie das mit dem historischen Spinnen eigentlich funktioniert.

In diesem Blogpost möchte ich Hintergründe erläutern und eine kurze (theoretische) Anleitung zum Wolle spinnen geben.

*Dieser Beitrag enthält unbezahlte & unverbindliche Werbung*

Weiterlesen

Frauen im Mittelalter – Über die Stellung der Frau in der städtischen Gesellschaft

Die Stellung der Frau in der städtischen Gesellschaft des Hoch- und Spätmittelalters ist eines der Schwerpunktthemen unserer Recherche. Wie haben Frauen im Hoch- und Spätmittelalter gelebt? Welche Rechte hatten sie, welche Pflichten?

In diesem Beitrag klären wir darüber auf, wie Frauen – in Köln und anderen großen Städten – lebten, arbeiteten, wie ihre rechtliche und gesellschaftliche Stellung war und wie sie als Ehefrauen agierten.

*Dieser Beitrag enthält unbezahlte & unverbindliche Werbung*

Weiterlesen

Ich seh‘ rot – Leder färben mit Krapp

Schon lange steht ein neuer Gürtel für meine bürgerliche Darstellung auf meiner To-Do Liste. Und da man im Winter sowieso zu nichts kommt und ich mich langsam schon nicht mehr mit dem alten Gürtel blicken lassen wollte, habe ich dieses Projekt vor einiger Zeit gestartet.

Bei meiner Recherche zu selbigen sind mir immer wieder rote Gürtelriemen aufgefallen, sei es bei anderen Darstellern, auf Abbildungen oder in der Literatur. Und da mir dies so gut gefallen hat, habe ich mich dazu entschlossen, auch einen roten Gürtel zu fertigen. Natürlich kam es für mich nur in Frage, einen vegetabil gegerbten und pflanzlich gefärbten Gürtelriemen zu verwenden und da man diese nicht oder nur selten kaufen kann, habe ich mich dazu entschieden es einfach selbst zu versuchen.

Dieser Blogpost informiert über die Hintergründe von gefärbtem Leder im Hoch- und Spätmittelalter und erklärt, wie man es Zuhause ganz einfach selber Leder mit Krapp färben kann. (Bilder am Ende des Beitrags)

*Dieser Beitrag enthält unbezahlte & unverbindliche Werbung*

Weiterlesen