Mythbusters: Von Bauern, Seide und Schwertern – die finanzielle Situation der Landbevölkerung im 13. Jahrhundert

Durften Bauern Kleider aus Seide tragen und ein Schwert führen?

Bauern im Mittelalter waren arm, unterdrückt und rechtlos. Sie hausten in kärglichen Hütten, mussten tagein tagaus bis zur Erschöpfung schuften und schafften es – aufgrund der drückenden Abgabenlast – meist gerade so ihr Überleben zu sichern. Sie hatten kaum Freizeit, und wenn, dann nur im in die Kirche zu gehen und dort von den Geistlichen weiter gegeißelt zu werden. Menschen in grauen und braunen Lumpen, schleppen sich verdreckt dahin, sind oftmals krank, und froh, wenn sie gerade noch ein paar Zähne im Mund haben. So, oder so ähnlich ist das populäre Bild der Bauern im Mittelalter, das uns gerne in Film und Fernsehen übermittelt wird.

Doch wie war es wirklich?

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Von Bürgern die Auszogen um Bauern zu werden

Ackerbürger in der mittelalterlichen Stadt

Die mittelalterliche Gesellschaft war klar gegliedert; die Bauern lebten auf dem Land und versorgten die Bevölkerung mit Nahrung, die Stadtbewohner waren Handwerker und Kaufleute und trieben Handel mit allen möglichen Produkten und Gütern.

In den Städten kamen ab dem 13. Jahrhundert vermehrt die Zünfte auf; hier wurde in der Metallverarbeitung, der Textilherstellung oder dem Bauhandwerk und vielen weiteren Berufsgruppen gearbeitet. Ebenso zu nennen sind hier Händler, Knechte, Schreiber, Gelehrte oder Verwaltungskräfte. Aber Bauern? – Die passen nicht in das oft vermittelte Bild der Stadtbevölkerung. Bauern kamen von außerhalb, eben „vom Land“ in die Stadt, um ihre Nahrungsmittel auf den Märkten anzubieten und sich somit einen Gewinn zu erwirtschaften. Aber war es wirklich immer so?

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Mythos Mittelalter – Von Prostituierten und gelben Kleidern

Trugen Prostituierte im Mittelalter gelbe Kleider?

In letzter Zeit wurden wir häufig darauf angesprochen, wie es denn sein kann, dass „brave Bürgerinnen“ wie wir es sind, in einem gelben Kleid auftreten.
(-> Nur für den Fall, dass ihr es nicht mitbekommen habt: Seit Jahren oder vermutlich Jahrzehnten wird vor allem in der Mittelalter(markt)szene, aber auch in den Medien oder gar in der Literatur immer wieder der Mythos vom „gelben Kleid“ erzählt. Diesem Mythos nach trugen im Mittelalter alle Prostituierten gelbe Kleider, weil es das Gesetz aus Gründen der Kenntlichmachung so verlangte.) In diesem Blogpost erklären wir euch die Entstehung und Hintergründe dieses Mythos und erklären, welche Farben und Kleidungsstücke wirklich von Prostituierten getragen wurden.

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Einstieg leicht gemacht – Teil 5: Fehler, die man vermeiden sollte

Der Einstieg in eine historische Darstellung kann zuweilen verwirrend, schwer und unerreichbar scheinen. Das ist in Bezug auf manche Aspekte verständlich, aber eigentlich nicht nötig, denn – wir werden niemals müde, es zu betonen – mit Fleiß, Hingabe und Spaß am Hobby kann jeder eine gute historische Darstellung aufbauen. Nachdem wir uns auf diese spannenden Reise begeben haben, fallen uns bei anderen Einsteigern immer wieder Denkfehler auf, von denen auch wir in der Vergangenheit den ein oder anderen begangen haben. Damit euch diese Erfahrung und das damit verbundene Lehrgeld erspart bleiben, wollen wir sie euch heute zeigen und erklären, warum sie unbedingt zu vermeiden sind.

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Ich hab‘ den Dreh raus – Über das mittelalterliche Spinnen

Als ich vor circa zwei Jahren die Idee bekam eine historische Darstellung aufzubauen, wollte ich mir natürlich auch ein Handwerk aussuchen, das ich vor Besuchern zeigen kann. Da ich schon häufig andere Spinnerinnen gesehen hatte, kam ich auf die Idee, dies auch einmal zu versuchen.

Leider hatte ich zu Beginn keine Ahnung, dass es einen Unterschied zwischen dem historischen und dem modernen Spinnen gibt und so dauerte es eine ganze Weile, bis ich endlich raushatte, wie das mit dem historischen Spinnen eigentlich funktioniert.

In diesem Blogpost möchte ich Hintergründe erläutern und eine kurze (theoretische) Anleitung zum Wolle spinnen geben.

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Frauen im Mittelalter – Über die Stellung der Frau in der städtischen Gesellschaft

Die Stellung der Frau in der städtischen Gesellschaft des Hoch- und Spätmittelalters ist eines der Schwerpunktthemen unserer Recherche. Wie haben Frauen im Hoch- und Spätmittelalter gelebt? Welche Rechte hatten sie, welche Pflichten?

In diesem Beitrag klären wir darüber auf, wie Frauen – in Köln und anderen großen Städten – lebten, arbeiteten, wie ihre rechtliche und gesellschaftliche Stellung war und wie sie als Ehefrauen agierten.

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